Shen_big

"Sie hatten einen Namen"

Die vom Bielefelder Verein für Demokratisches Handeln e.V. konzipierte Ausstellung "Sie hatten einen Namen" zeigt 170 Todesopfer rechter Gewalt, die von Januar 1990 bis Oktober 2010 in Deutschland getötet wurden.

Vor dem Hintergrund einer "Schicksalsvergessenheit" der Opfer rechter Gewalt möchte die Ausstellung an diese Menschen erinnern, ihnen ein "Gesicht" geben, ihnen eine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit verschaffen und sie dadurch in Erinnerung rufen und behalten. Der Titel "Sie hatten einen Namen" verweist somit darauf, diese Menschen bei ihrem Namen zu nennen, sie weniger als Teil einer bestimmten "Opfergruppe" zu betrachten, sondern als Individuen, die in dieser Gesellschaft gelebt haben und damit Teil von ihr waren.

Der Anzahl von 170 Todesopfern liegen gründliche Recherchen von Fachjournalisten der Zeitungen "Tagesspiegel" und "Zeit" sowie weitere Recherchen, die der Wanderausstellung ''Rechte Gewalt seit 1990 in Deutschland'' des Brandenburger Vereins "Opferperspektive e.V." zu Grunde. Geht die MUT-Redaktion und der Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung sogar von derzeit 182 Todesopfern rechter Gewalt aus, erkennt die Bundesregierung im Februar 2012 lediglich 58 Todesopfer an.

 

Zielgruppe, mögliche Ausstellungsorte und technische Daten

Die Ausstellung richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab dem 14. Lebensjahr. Ihre Inhalte bilden für Schulen einen idealen Einstieg in Unterrichtsthemen wie Rassismus, Rechtsextremismus, Gewalt oder Rechtsprechung. Dabei ist die Ausstellung für alle Schulformen geeignet. Die Ausstellung besteht aus 340 laminierten DIN A4 großen Blättern, die sich an großflächigen Wänden anbringen lassen. Je nach Größe der Örtlichkeiten können alle Fälle, oder die Fälle ausgewählter Bundesländer ausgestellt werden. Unterstützt wird die Ausstellung durch DIN A1 Plakate, auf denen verschiedene Fragestellungen der Ausstellung vertieft werden.

 

Kosten, Transport sowie Auf- und Abbau

Die Leihgebühr der Ausstellung beträgt 70 € pro Woche. Unter einer Woche wird die Ausstellung nur bei „besonderen“ Anliegen verliehen. Die Ausstellung kann für 30 € pro Strecke verschickt oder durch den Bielefelder Verein angeliefert und aufgebaut werden. Dabei fallen Kosten in Höhe von 250 € für den Hin- und Rücktransport plus 0,25 € pro gefahrenen Kilometer an. Der Standort der Ausstellung ist in der Regel die Stadt Bielefeld. Wenn der Auf- und Abbau der Ausstellung durch den BVfDH e.V. erfolgen soll, werden dafür je Ausstellungsort 100,- € erhoben. Diese Leistung erbringt der Verein nur, wenn auch der Transport von ihm übernommen wird.

Die Ausstellung kann auch aus Bielefeld selbstorganisiert abgeholt und aufgebaut werden. Bitte sprechen Sie uns bei der Kontaktaufnahme gezielt darauf an.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, nehmen Sie doch direkt Kontakt zu uns auf: info@bvfdh.de

 

Vergangene Ausstellungstermine

  • St. Viktor-Kirche, Schwerte (Winter 2014)
  • Friedensschule, Hamm (Sommer 2013)
  • Rathausplatz, Stadt Beckum (Sommer 2013)
  • VHS Bielefeld, Bielefeld (Frühjahr 2013)
  • Privates Liebfrauengymnasium, Büren (Sommer 2012)
  • Beelen, Marktplatz (Sommer 2012)
  • Kreismuseum Wewelsburg, Büren-Wewelsburg (Koop. mit dem Verein Gedenktag 2. April in Wewelsburg) (Frühjahr 2012)
  • ZIB – Zentrum für Information und Bildung, Unna (Org. durch RAA Unna) (Frühjahr 2012)

© 2013 Bielefelder Verein für Demokratischen Handeln e.V.